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Sonntag, 27. November 2016

Gras


Nein, ich bin keine Ziege - ich mag nur wahnsinnig gerne Gras oder das, was ich dafür halte...

Übrigens habe ich nach dieser Fressorgie dicke Lehmklumpen unter den Pfoten. Danach kann ich nur noch ganz vorsichtig und breitbeinig laufen. Frauchen ist nur mittel begeistert!

Angst

 

"Erster Advent" sagt Frauchen! Kann ich jetzt nicht sooo viel mit anfangen, aber der Kreisel hier im Ort ist doch sehr merkwürdig verändert seit einigen Tagen. Kann mir das mal einer näher erklären? Es wird auch in der Stadt gar nicht mehr so richtig dunkel, weil überall Lämpchen rumhängen.

 
Wir gehen spazieren und kommen an dieser Wiese vorbei, auf der sonst nie was los war. Auf einmal stehen da jede Menge so merkwürdige Lebewesen rum, die Löckchen am Leib haben. Kann ich ja auch nicht viel mit anfangen. Eigentlich ist das ja meine Wiese und jetzt stehen die da einfach! Frechheit!
 
 
Ich gucke mir die so an und wundere mich, als plötzlich dieses merkwürdige kleine schwarz-graue Tier ein absolut fürchterliches Blöken von sich gibt!
 
Was hab ich mich erschreckt! Da muss ich erst mal aufheulen vor Angst und dann laufe ich weg, so weit die Flexileine es hergibt!
 
Frauchen lacht! Spinnt die? Ich will nur weg von diesen Ungeheuern!


Abenteuer

 
Kaum sind wir unsere täglichen 10 Kilometer gelatscht und ich bin froh, dass wir nach einigen Spielen mit der Frisbee, Übungen und mehreren Treffen verschiedener Hundefreunde auf dem Heimweg Richtung Fressnapf sind, da kommt uns Labbo entgegen. Das ist so ein richtig fitter Sportler.
 
Bei Ballspielen gewinne ich ja normalerweise immer, aber dieser 5 Jahre alte Rhodesian Ridgeback tobt durch die Landschaft wie ein Jungspund.
 
Nichts desto trotz warten wir aufmerksam, dass man uns einen Ball wirft.
 
 
 
Jaaaa! Hinterher! Noch liege ich gut im Rennen!
 
 
 
 
Ach neee, er hat schon wieder gewonnen! Ich hab einfach keine Chance gegen Labbo! Der ist aber auch rasend schnell! Also renne ich ohne Ball hinter ihm her! Notgedrungen!
 
 
 
 
Boah, bin ich fertig! Mich kriegt heute keiner mehr vom Schlafplatz weg! Jetzt habe ich mir aber wirklich eine Runde Schnarchen verdient!


 

Geburtstag





Happy Birthday to me!
 
 
Als Nachtrag zum 13. November!
Da bin ich nämliche stolze DREI Jahre alt geworden!

Montag, 21. November 2016

Spaziergang im November


Wir sind ja jeden Tag unterwegs - bei Wind und Wetter. Wind und Schietwetter hatten wir die letzten Tage genug. Jetzt ist es etwas wärmer geworden und teilweise sogar sonnig. Ich bin ja nicht mehr so gaaanz begeistert davon, dass ich unterwegs nicht mehr machen darf, was ich will.

Frauchen ist ziemlich streng geworden. Ich darf mich nicht mehr so weit vom Rolli entfernen. Das Fressen von allen möglichen Dingen ist verboten. Ich muss zwischendurch Übungen machen, wie sitzen und bleiben und umdrehen und kommen und bei Fuss gehen. Die Zeit des lustigen freien Herumspringens ist leider vorbei und wird begrenzt.

Aber ich liebe es ja sowieso am meisten, wenn ich meiner Frisbee oder meinem Ball hinterher jagen darf. Die Teile bringe ich dann auch immer fleißig zurück zu Frauchen, damit sie wieder werfen kann.

Simone und Frauchen meinen, es ist besser für mich, wenn ich auch unterwegs ein bisschen unter Kontrolle bin und nicht einfach in der Gegend herumstreune. Dadurch lasse ich mich jetzt auch bei allen anderen Aufgaben besser leiten - aber schön war das Streunern doch!

Dafür habe ich eine Flexileine bekommen, so dass ich rumschnüffeln kann, aber nicht zu weit weg laufe und alles fresse, was mir vor die Schnauze kommt.

 
Ganz schön herbstlich - und ich bin auch bereit, Eicheln zu mampfen, nachdem der Mais geerntet ist und auch keine Äpfel mehr rumliegen. 
 
 
Mir gefällt dieses Wetter ja sehr gut, aber Frauchen scheint zwischendurch mal ein bisschen zu frieren. Wenn ich meinen Freund Toffee treffe, toben wir wie wild über die Wiese und wenn's keiner merkt, springen wir doch schnell in den eiskalten Bach. Frauchen kann mich da gar nicht verstehen. Das Frauchen von Toffee hat erzählt, dass er sich eine Wasserrute zugezogen hat, weil er im kalten Wasser getobt hat. Jetzt passt Frauchen ganz besonders auf mich auf und ich darf nicht ins Wasser - blöd! Immerhin haben wir 8 Grad, das ist doch bestes Labi-Badewetter!
 

Auf dem Rückweg beobachten wir von der Brücke aus die Schweizer Einkaufstouristen auf ihrem Rückweg nach Hause. Im Stau am Zoll: 1 Stunde einkaufen, 2 Stunden Schlange stehen.

 
Da schauen wir uns doch lieber diesen tollen November-Sonnenuntergang auf dem Rückweg an - endlich geht es nach Hause! Der gefüllte Futternapf wartet dort auf mich! 


Sonntag, 20. November 2016

Die Prüfung, Teil II - zweiter Abschnitt


Ich habe den 2. Teil der Prüfung noch mal geteilt, weil dieser Teil so umfangreich ist, dass er für einen Post zu viel wäre.

Prüfung Teil 2, Abschnitt 2

1. Hinlegen auf Hörzeichen

Beim ersten "Aterra" soll ich bei einem Tisch liegen (z.B. im Restaurant)

Es fällt Essen herunter. Ich soll nicht versuchen, das "aterra" zu brechen und am Futter zu schnuppern oder es zu fressen. Frauchen darf mich, wenn nötig, angebracht korrigieren, danach muss ich aber korrekt liegen bleiben und sollte nicht mehr versuchen, an das Essen zu kommen.

KANN ICH

Beim zweiten "Aterra" nähern sich ein Erwachsener und ein Kind Frauchen und mir, während ich liege. Ich soll liegen bleiben.

Falls das Kind mich streichelt, muss ich mich angemessen verhalten und darf nicht aufstehen.

MMMMHH, SCHWIERIG

Beim dritten "Aterra" muss ich in einem geräumigen Teil des Ladens ins "aterra" und dort bleiben. Frauchen lässt die Leine zu Boden fallen und begibt sich außer Sichtweite.

KANN ICH

Frauchen bleibt 60 Sekunden weg. Ich soll ruhig in der Position warten. Frauchen kehrt zurück und ich soll so lange liegen bleiben bis Frauchen das nächste Hörzeichen gibt.

KANN ICH

2. Ablenkung durch Lärm

Wir bewegen wir uns geradeaus. Der Prüfer lässt hinter uns sein Schreibbrett fallen. Ich höre zwar den Lärm, darf aber weder Aggression noch Angst zeigen.

Eine normale Schreckreaktion ist in Ordnung, vielleicht springe ich auf oder drehe mich um. Ich muss mich aber rasch wieder fassen und weiter bei Fuss gehen.

KANN ICH

3. Restaurant

Wir betreten ein Restaurant und werden an einen Tisch geführt. Ich sollte unter dem Tisch Platz nehmen oder nahe bei Frauchen bleiben.

Ich muss sitzen oder liegen und darf mich während des Essens etwas bewegen, um eine bequemere Position einzunehmen. Ich darf jedoch nicht ständig aufstehen und mich wieder hinlegen oder häufig korrigiert oder ermahnt werden müssen.

KANN ICH

4. Leine los

In einem geeigneten Moment während der Prüfung soll Frauchen die Leine fallen lassen. Ich muss merken, dass ich frei bin. Frauchen muss beweisen, dass sie die Kontrolle über mich hat und mich problemlos wieder anleinen kann.

ICH MERK NIX UND BLEIBE DA

5. Ich werde von einer anderen Person an der Leine gehalten

Um zu zeigen, dass auch eine fremde Person mich halten kann, ohne dass ich aggressiv werde, übermäßigen Stress zeige oder winsele, nimmt jemand anderes die Leine und hält mich passiv, während Frauchen sich ca. 6m entfernt.

NOCH NICHT GEÜBT

6. Kontrolliertes Verlassen des Ortes

Wir verlassen das Gebäude auf ähnliche Art, wie wir es betreten haben. Sicherheit und Kontrolle haben oberste Priorität. Wir gehen über den Parkplatz und zurück zum Fahrzeug. Ich muss ohne Leinenzug mitgehen und darf keine Angst zeigen.

KANN ICH

7. Kontrolliertes Einladen in das Fahrzeug

Frauchen lädt mich ins Fahrzeug bevor sie selber einsteigt. Ich sollte dies gern und zügig absolvieren.

KANN ICH

Die Prüfung, Teil II - erster Abschnitt


Dieser Teil der Prüfung findet an einem öffentlichen Ort statt, z.B. in einem Einkaufszentrum mit vielen Menschen und natürlicher Ablenkung. Der Prüfer erklärt Frauchen den Prüfungsablauf vor der eigentlichen Durchführung. Während der Prüfung folgt der Prüfer dem Team diskret, außer wenn er im Zusammenhang mit einer prüfungsbezogenen Angelegenheit direkt mit Frauchen interagiert.

Prüfung Teil II - erster Abschnitt

1. Kontrolliertes Aussteigen aus dem Fahrzeug

Es ist Frauchen freigestellt, wann sie mich aussteigen lässt. Ich darf nicht herumrennen, von der Leine gelassen werden oder Hörzeichen des Halters missachten.

Im Fahrzeug muss ich warten, bis ich vom Halter angewiesen werde, dass ich aussteigen darf.

Draußen muss ich geduldig warten, bis ich das entsprechende Hörzeichen erhalte.

Sobald wir als Team bereit sind, geht ein Assistent mit einem anderen Hund in einem Abstand von ca. 1,8m an uns vorbei. Ich muss ruhig bleiben, darf nicht an der Leine zeihen oder versuchen, zum anderen Hund zu gelangen.

NOCH NICHT GEÜBT

2. Auf dem Weg zum öffentlichen Gebäude

Nach dem Ausladen müssen wir uns als Team über den Parkplatz manövrieren und uns dem Gebäude nähern.

Ich habe neben Frauchen herzugehen und darf nicht nach vorne ziehen oder hinterher trotten.

Ich darf keine Angst vor Fahrzeugen oder Verkehrslärm zeigen und soll mich angemessen verhalten.

Hält Frauchen aus irgendeinem Grund an, muss ich auch stehen bleiben.

KANN ICH

3. Kontrolliertes Betreten eines öffentlichen Gebäudes

Beim Eingang entscheidet Frauchen, wie sie eintreten will.

Beim Eintreten darf ich nicht wegstreben oder die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf mich lenken.

Wenn nötig muss ich warten, bis Frauchen im Gebäude ist und dann ruhig an der Seite von Frauchen gehen.

Ich darf nicht an der Leine ziehen oder versuchen, an Frauchen vorbei nach vorne zu drängen, bis wir im Gebäude sind.

KANN ICH

4. Verhalten im öffentlichen Gebäude

Im Gebäude müssen Frauchen und ich uns der Situation angepasst fortbewegen.

Ich soll mich von Frauchen kontrolliert auf Armlänge, aber nicht weiter als einen Schritt entfernt, aufhalten.

Ich darf keine Aufmerksamkeit auf mich lenken oder an der Leine ziehen.

Ich muss mich schnell an Geschwindigkeitsänderungen anpassen, rasch um die Ecke biegen und eine belebte Zone überqueren, ohne mit der Öffentlichkeit zu interagieren.

In engen Bereichen muss ich in der Lage sein, mich durch Hindernisse durchzuschlängeln, ohne Waren herunter zu stoßen, mit ihnen zu spielen oder sie zu zerstören.

KANN ICH

5. Rückruf an der Leine aus einer Entfernung von ca. 1,8m

Diese Übung findet auf einem großen, offenen Platz statt. Ich bin an der Leine.

Frauchen gibt mir das Hörzeichen "sed", entfernt sich ca. 1,8m, dreht sich um und ruft mich zu sich.

Ich darf das Hörzeichen nicht ignorieren, muss sofort reagieren und direkt zu Frauchen kommen, so nahe, dass Frauchen mich berühren kann.

NOCH NICHT GEÜBT

6. Setzen auf Hörzeichen

Wir als Team werden aufgefordert, zu zeigen, dass Frauchen mich in drei verschiedenen Fällen zum Sitzen bringen kann.

Die Reaktion von mir muss prompt sein und ohne dass mehr als zwei Hörzeichen nötig sind.

Beim ersten "sed" soll ich in der Nähe von Lebensmitteln (z.B. offenes Brot) abgesetzt werden. Ich darf nicht schnuppern oder versuchen, die Ware zu fressen. Frauchen darf korrigieren, danach muss ich aber korrekt sitzen bleiben.

KANN ICH

Beim zweiten "sed" soll eine Hilfsperson mit einem Einkaufswagen bis auf etwa einen Meter auf mich zugehen und danach ohne zu stoppen an uns vorbeigehen. Ich soll angstfrei sitzen bleiben.

KANN ICH

Beim dritten "sed" nähert sich eine fremde Person von hinten und spricht Frauchen an und streichelt mich am Kopf. Ich darf  kurz aufstehen, muss dann aber wieder in Position. Ich darf weder knurren noch Zähne fletschen, noch darf ich Frauchen beschützen.

KANN ICH (aber vielleicht schmeiße ich mich auf den Rücken, damit die fremde Person mich auch da streicheln kann) :-))

 

The end

Liebe Freunde, dies ist mein letzter Post hier. Ich bin heute bei Frauchen ausgezogen. Meine Assistenzarbeit ist beendet.  Schweren Herzens ...